Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch einen Parasiten – Toxoplasma gondii – verursacht wird. In einigen Fällen kommt es zu grippeähnlichen Beschwerden mit Lymphknotenschwellungen, in manchen Fällen verläuft die Infektion völlig unbemerkt. Diagnostiziert wird sie über den Nachweis von Antikörpern im Blut. Hauptwirt für den Parasiten sind Katzen, infizierte Tiere scheiden die Eier des Erregers mit dem Kot aus.

Die Eier sind sehr widerstandsfähig, sie können mit Wind und Staub verteilt werden und so z. B. Menschen bei der Gartenarbeit infizieren. Ein anderer Infektionsweg ist der Verzehr von rohem Fleisch (z. B. Mett; Tatar). Für Nichtschwangere ist eine Toxoplasmose eine harmlose Erkrankung ohne Folgen, es bleibt eine lebenslange Immunität zurück und das Kind im Mutterleib kann sich nicht infizieren. Kommt es allerdings während der Schwangerschaft zu einer Infektion, kann die Krankheit auf das Ungeborene übertragen werden, schwere Schädigungen u. a. des kindlichen Gehirns und die Gefahr einer Fehlgeburt können die Folge sein. Die frühzeitige Diagnose einer Toxoplasmose-Infektion ist für den Therapieerfolg entscheidend. Ergibt sich durch die Blutuntersuchung der Verdacht auf eine frische Infektion, so wird unverzüglich mit einer Antibiotikatherapie begonnen.

So beugen Sie vor:

  • Lassen Sie zu Beginn der Schwangerschaft und in der 25. SSW Ihr Blut auf Toxoplasmose kontrollieren.
  • Essen Sie nur gut gekochte oder durchgebratene Fleisch- und Wurstwaren.
  • Waschen Sie Gemüse, Salat und Obst vor dem Verzehr.
  • Waschen Sie Ihre Hände - insbesondere nach der Gartenarbeit, Küchenarbeit und vor dem Essen.
  • Wenn Sie eine Katze halten, verwenden Sie am besten Dosen- oder Trockenfutter. Lassen Sie das Katzenklo von einer anderen Person täglich mit heißem Wasser reinigen.
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